Fahrbericht Chrysler 300 C Touring

Chrysler 300 C Touring

Foto: Auto-Reporter/Chrysler

12.03.2008 - Die Masse macht’s - und die Maße. Kaum ein zweiter Personenwagen präsentiert sich dem Betrachter ähnlich raumgreifend wie der Chrysler 300 C Touring. Seit seinem Erscheinen in Europa hat er sich einen festen Platz in den Herzen der Freunde amerikanischer Autos erobert. Er wurde zur Stilikone, zum scheinbar letzten Überlebenden einer vergangenen Autoepoche. Jetzt hat er sein erstes, vorsichtiges Facelift hinter sich.

Chrysler 300 C Touring

Foto: Auto-Reporter/Chrysler

Vorsicht war in der Tat angesagt bei der Überarbeitung des 300 C. Denn nichts kann eine Stilikone gründlicher zerstören als eine zu heftige Überarbeitung des Designs. Typisch bei diesem Chrysler ist der riesige Bug, der so bullig und aggressiv im Wind steht, dass man meinen könnte, der Fahrer könne aus seiner flachen Windschutzscheibe kaum die Straße erkennen. Die hohen Schultern, die schmalen Fensterflächen, die verdunkelten Scheiben, die großen Räder verschaffen dem 300 C Touring eine ganz besondere Aura. Die alten Gangster-Filme lassen grüßen, in denen sich Autos ähnlichen Charakters Duelle lieferten.

Mit gerade einmal 5,02 Meter Gesamtlänge misst der 300 C Touring weniger als es den Anschein hat. Aber während andere Autos in dieser Klasse sich darum bemühen, ihren Fahrern Größe und Gewicht mit Technik vergessen zu lassen, betont Chrysler beim 300 C sehr geschickt die Masse und die Maße. Im Stand und bei niedrigen Geschwindigkeiten kostet das Lenken mehr Kraft als man gewohnt ist, und ein Kurvenradius von fast zwölf Metern führt einem ebenfalls ständig wieder vor Augen, dass man es hier nicht mit einem automobilen Schoßhündchen zu tun hat.

Chrysler 300 C Touring

Foto: Auto-Reporter/Chrysler

Das spürt der Fahrer, wenn er seinen 300 C bewegt - weit hinter dem Kühlergrill und mit einer Distanz zur Windschutzscheibe sitzend, die eines Vans würdig wäre. Der 300 C wiegt eben zwei Tonnen und verheimlicht das zu keinem Zeitpunkt. Seinen Insassen vermittelt er so ein sicheres Gefühl. Er ist eine Burg, und Burgen verfügen über einen guten Geradeauslauf. Zwar ist seine Lenkung überraschend präzis, doch am liebsten rollt er mit Highway-Geschwindigkeit geradeaus.


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