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Pressepräsentation Volkswagen GTI

Volkswagen Golf GTI

Foto: Auto-Medienportal.Net/Volkswagen

26.04.2013 - Ein GTI ist ein GTI. So war es immer. Doch dieses Mal haben sich die Wolfsburger eine unerwartete Variante einfallen lassen. Sie setzen auf den normalen GTI mit 220 PS noch einen drauf, einen GTI Performance. Der hat zwar nur zehn PS mehr, aber dafür an der Vorderachse ein echtes, elektronisches Sperrdifferenzial, das eben nicht mit Bremseneingriff arbeitet. Mehr als die Zusatz-PS und das höhere Drehmoment macht dieses Sperrdifferenzial den Unterschied.

Volkswagen Golf GTI

Foto: Auto-Medienportal.Net/Volkswagen

Volkswagen Golf GTI

Foto: Auto-Medienportal.Net/Volkswagen

Auf der Rennstrecke Paul Ricard im südfranzösischen Le Castellet zeigte uns der Performance-GTI, was diese elektronisch geregelte Vorderachs-Differenzialsperre kann. Wer die Kurve langsamer als sonst auf einem Rennkurs üblich angeht, kann schon vor deren Scheitelpunkt voll aufs Gas, erlebt, wie das Differenzial zupackt und den GTI mit vollen Vortrieb sauber durch die Kurve zieht. Der GTI bleibt stabil und der Fahrer nimmt dankbar das Angebot an, die Lenkung bei Vollgas öffnen zu können.

Nun ist der GTI Performance auch trotz seiner größeren Bremsen nicht für die Rennstrecke gebaut. Doch zeigen schon die ersten Runden, was dieses Sperrdifferenzial auch im Alltag bringt: kein Untersteuern, spontanes Eindrehen der Räder und sicheres Beschleunigen aus der Kurve heraus. Im Prinzip schafft das auch das XDS+-System, in dem es die Kurvenwilligkeit mit Bremseneingriff erhöht und das kurveninnere Rad bei Schlupf einbremst. Aber es bremst eben, und das Erlebnis ist ein anderes. Der Performance-GTI geht die Kurve spontan und agil an und wie ein Hecktriebler. Durch die Kurve zieht er spurstabil wie ein Allradler.

Volkswagen Golf GTI

Foto: Auto-Medienportal.Net/Volkswagen

Die neue Sperre ist das Sahnehäubchen auf dem sowieso vorbildlich dynamisch ausgelegten Fahrwerk des GTI. Wer den Mehrpreis – zwischen dem GTI und dem GTI Performance liegen 1125 Euro – dennoch nicht hinnehmen will, der muss also nicht enttäuscht sein. Auch dieser GTI ist ein GTI mit all den typischen Eigenschaften, die man ihm zuschreibt und noch ein paar mehr. Denn der Neue hat auch einen Fahrmodus-Taster auf dem Mitteltunnel, der nicht nur das adaptive Fahrwerk, sondern auch das Getriebe steuert. Wer den Knopf drückt, findet auf dem Touchscreen zur Auswahl „Normal“ und „Sport“ sogar einen „Comfort“-Modus für den Alltag auf der Langstrecke. Er kann dort aber auch seine persönliche Einstellung abspeichern.

Volkswagen Golf GTI

Foto: Auto-Medienportal.Net/Volkswagen

Außerdem bietet Volkswagen für den GTI das komplette Golf-Programm an elektronischen Helferlein für Sicherheit und Infotainment an, dabei auch der Internetzugriff mit Navigation auf Google-Earth-Karten, Google-Streetview und Google-Suche an, alles steuerbar über den großen, hochauflösenden Touchscreen, der bei Annäherung der Hand das passende Menü öffnet oder über die Tasten am dicken, unten abgeflachten Lenkrad.

Die Nähte am Lenkrad sind natürlich rot. Auch sonst findet sich innen viel von dem roten Zierrat, der schon immer zum GTI gehörte. Das gilt auch für die Nähte der hervorragenden Sportsitze mit Lederbezug. Wer sich die 1630 Euro dafür nicht gönnt, findet das unvermeidliche GTI-Karo auf den Sitzflächen der guten Seitenhalt und guten Sitzkomfort bietenden Sportsitze.

Auch der rote Keder im Gesicht des GTI bleibt uns erhalten. Er läuft als Linie über die volle Breite, sogar durch die Schweinwerfer. Die rot lackierte Bremssättel der Performance-Variante unterstreichen das GTI-Äußere ebenso wie die ausgestellten Radhäuser und die eine neue Gestaltung des Gesichts. Die großen, weit außen sitzenden senkrechten Leuchten neben dem großen Grill mit dem zurzeit angebrachten Rautendesign strahlen zwischen vier Finnen, wie man sie von den hinteren Kiemen des Ferrari Testarossa kennt. Hinten übernehmen die beiden außensitzenden Endrohre der Auspuffanlage in einem schwarzen Diffusorelement die Aufgabe, Breite zu zeigen. Insgesamt hebt sich der neue GTI mehr noch als seine Vorgänger vom Standard-Golf ab.

Die Optik stimmt. Kommen wir zum Antrieb. Da stehen die beiden Zwei-Liter-TSI-Motoren zur Wahl. Im GTI leistet der eine 162 kW / 220 PS, also zehn PS mehr als bisher. Das maximale Drehmoment wuchs von 280 auf 350 Newtonmeter. Bei dem um 42 kg geringeren Gesamtgewicht reicht das mit dem Sechs-Gang-Handschalter für einen Standardsprint in 6,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 246 km/h. Der Performance-Motor mit seinen 10 PS mehr bringt eine Zentelsekunde bei der Beschleunigung und 4 km/h bei der Höchstgeschwindigkeit. Es geht bei dem Performance-Paket des GTI eben nicht um Werte, sondern um das Erlebnis. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei beiden Motoren – handgeschaltet – bei 6,0 Liter. Das sind 18 Prozent weniger als beim Vorgänger.

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