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Pressepräsentation Lancia Thema & Voyager

Lancia Thema

Foto: Auto-Medienportal.Net

14.11.2011 - Mindestens fünf Millionen Autos müsse ein Hersteller im Jahr herstellen, wenn er überleben wolle. Mit dieser Aussage platzte Fiat-Chef Sergio Morchionne seinerzeit in die Diskussion über die Frage, ob die Marke Opel überhaupt zu retten sei. Dann bemühte er sich erfolgreich um den amerikanischen Auto-Pleitier Chrysler. Heute, da Fiat die Mehrheit an Chrysler hält, spricht er sogar von sechs Millionen Fahrzeugen pro Jahr, legt Wert darauf, dass Chrysler seine Schulden beim Staat vorzeitig abgebaut hat und meldet sogar positive US-Ergebnisse. Ein modernes Märchen oder eine Erfolgsgeschichte?

Lancia Thema

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Lancia Thema

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Die Antwort auf die Frage hängt von den Produkten ab; denn beide – Fiat wie Chrysler – wollen Vollsortimenter werden, sind aber in ihren Märkten Spezialisten, Fiat für die kleineren Europäer und Chrysler für die größeren Amerikaner, und die Erwartungen an ein Auto könnten zwischen den Europäern und den Käufer klassischer Ami-Limousinen kaum weiter auseinandergehen. Auf elf Plattformen bauen die beiden Unternehmen heute Autos, zu viele für einen wirtschaftlichen Erfolg – auch das ein Problem. Doch bevor die Zukunft mit einer kleineren Zahl gemeinsamer Plattformen beginnen kann, steht die Gegenwart in der Tür mit den existierenden Modellen der Marken Jeep. Lancia, Fiat, Alfa Romeo und einem noch breiteren Spektrum in den USA, wo es auch weiterhin Chrysler- und Dodge-Mobile geben wird.

Lancia Voyager

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Das sind ganz schön viele Bälle, die alle in der Luft gehalten werden wollen. Wie das technisch funktionieren kann, hat Fiat mit seinem Freemont schon vorgeführt. Dessen Leben begann als Dodge Journey. Europäische Multijet-Motoren, eine gründliche Überarbeitung des Fahrwerks sowie ein Innenraum, der vom Ambiente und von der Qualität nach Europa passt, geben dem Fiat-Händler nun einen kostengünstigen, komfortablen Familien-Van in die Hand.

Nun sind Vans in den meisten Fällen eher von zurückhaltender, sachlicher Optik, anders als Limousinen, bei denen Design und Emotionen beim Kauf eher in den Vordergrund rücken. Mit dem C300 auf der Basis der alten E-Klasse von Alt-Partner Daimler hatte Chrysler so eine Limousine im Programm: groß mit großen Rädern, hohen und geraden Schultern, kleinen Fensterflächen und meist in Schwarz, damit die Ähnlichkeit zu den Gangsterautos der 40er Jahre auch nicht übersehen werden konnte.

Lancia Voyager

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Dieser Ur-Ami tritt nun seit dem vergangenen Wochenende im Handel unter der Marke Lancia an. Lancia? Waren das nicht immer die etwas anderen Kleinwagen für Leute mit dem Wunsch nach Eleganz? In der Vergangenheit gab es auch große Lancia, sogar einer der ersten europäischen Vans trug das Lancia-Logo. Selbst Rennwagen kennt die Lancia-Historie. Die Marke hält also viel aus. Selbst, wenn nun der C300-Vetter unter dem Namen Lancia Thema den alten Kern der Marke verfehlt, so ist die Markenbekanntheit doch so groß, dass es schneller gehen dürfte, das Image anzupassen als eine neue Marke aufzubauen.

Lancia Thema

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Der Lancia Thema sucht bei aller amerikanischer C300-Architektur die Verbindung zur Marke aufzubauen und zum „Gesicht in der Masse“ zu werden, erklärte Dirk Bott, Brand Country Manager Lancia in Deutschland, jetzt bei dem ersten Kontakt der Presse mit dem Lancia Thema und dem Lancia Voyager mit der Presse in der Nähe von Berlin. Doch zum neuen Gesicht sollen aus Anklänge aus der Lancia-Geschichte gehören. Das Gesicht – so Bott – sei dem des Lancia Thema von 1984 ähnlich, das Heck dem der Lancia Flaminia von 1963. Dennoch kann der Thema den C300 nicht verleugnen, auch wenn sich unter dem Blech viel geändert hat. Neun Zehntel der Struktur sei neu, neue Motoren und Getriebe, neue Lenkung und eine Vollausstattung sollen den Amerikaner im Thema vergessen lassen. Im Großen und Ganzen ist der Thema „neu“, war zu hören und „Größe trifft die Liebe zum Detail“.

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