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Weniger Masse, mehr Klasse - F 458 by Capristo

Ferrari 458 by Capristo

Foto: Capristo/sport-cars.de

SPORTcars 18.06.2012 - Der Ferrari 458 Italia kam als Nachfolger des erfolgreichen Ferrari F430 auf die Straßen. Auf der Internationalen Automobil Ausstellung IAA in Frankfurt wurde der Bolide für den Straßenverkehr im September 2009 der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. Satte 570 PS aus dem 8-Zylinder Aggregat treiben den 1380 Kilogramm schweren Italia an und sorgen für Geschwindigkeiten jenseits der 325 Stundenkilometer. Für etwa 200.000 Euro in der Basisausstattung genießen Sportwagenfreunde ein Fahrgefühl, das von der straffen Abstimmung genauso geprägt ist wie vom typischen Ferrari Feeling mit einem Drehmoment von 540 Nm bei 6000 Umdrehungen. Sieben Gänge, eine im Vergleich zum Vorgänger F430 breitere Auswahl in den Ausstattungsvarianten und ein moderater Verbrauch von durchschnittlich 13,3 Litern auf 100 Kilometer beim Ferrari 458 Italia bereiten echten Fahrspaß.

Ferrari 458 by Capristo

Foto: Capristo/sport-cars.de

Ferrari 458 by Capristo

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Als Spezialist für Abgasanlagen an hochwertigen Fahrzeugen haben wir bei Capristo uns auch beim Ferrari 458 Italia die Frage gestellt, wie ein solches Fahrzeug noch weiter zu verbessern ist. Dabei ging es in diesem Fall speziell um die Einsparung von Masse zugunsten einer besseren Leistungsausnutzung. Dazu rückten die Abgasführung und Leistungsrückgewinnung in den Fokus unserer Überlegungen. Das vorhandene Potential eines Fahrzeuges ausnutzen, ohne dabei in die Antriebs-, Getriebe- und Motorsteuerungstechnik einzugreifen, ist unsere Kernkompetenz. In der Konsequenz war uns klar, dass der Ferrari 458 eine Gewichtsreduzierung genauso gut vertragen kann, wie eine Verbesserung der Abgasführung mit zusätzlichen individuellen Einstellmöglichkeiten für einen stimmungsvollen Sound.

Ferrari 458 by Capristo

Foto: Capristo/sport-cars.de

Dieser Strategie folgend untersuchten wir den Ferrari 458 genauer. Ziel war es hier, zunächst Bauteile ausfindig zu machen, die durch leichtere Materialien problemlos ersetzt werden können, ohne die mechanischen Eigenschaften der Karosserie oder der Anbauteile nachteilig zu verändern. Vom ersten Augenschein bis hin zur Kontrolle des Unterbodens und einzelner Anbauteile fanden unsere Spezialisten Einiges, was ohne große Probleme einer Diät in puncto Gewicht unterzogen werden konnte. Dabei stand eine Veränderung der grundsätzlichen Optik des Ferrari 458 Italia von vornherein außer Frage.

Nachdem klar war, welche Bauteile leichteren Alternativen weichen können, folgten umfangreiche Tests bezüglich der Abgasführung und Wärmeentwicklung des Boliden. Letztlich haben wir eine Abgasanlage entwickelt, die in erster Linie durch eine verbesserte Abgasführung bei deutlich geringerer Wärmeentwicklung im Motorraum beachtliche 30 PS Leistungszuwachs ermöglichte.

Ferrari 458 by Capristo

Foto: Capristo/sport-cars.de

Nach gründlichen Überlegungen kamen wir zu dem Schluss, dass der Ferrari 458 nach dem Umbau etwa 100 Kilogramm leichter und damit bezüglich der Masse-Leistungs-Parameter deutlich verbessert werden könnte. Zusätzlich sollte die Abgasanlage vom Krümmer bis zum Endrohr grundsätzlich überarbeitet werden, ohne jedoch die Optik des Fahrzeuges nachhaltig zu verändern.

Alle nichttragenden Teile des Ferrari 458 wurden einer Materialprüfung unterzogen. Hier wurde uns schon recht schnell klar, dass im Sinne der Belastbarkeit und Stabilität Teile nur ausgetauscht werden können, sofern ein leichteres, aber ebenso robustes Material eingesetzt werden kann. Die klare Entscheidung fiel auf Karbonfaserkomponenten, die mit hoher Festigkeit und vergleichsweise geringem Gewicht überzeugen.

Ferrari 458 by Capristo

Foto: Capristo/sport-cars.de

An der sichtbaren Karosserie ersetzten wir es die Spiegel, die Einstiegsleisten, das Abschlussblech an der Heckscheibe, die beiden Frontflügel, die Schlossverkleidung der Motorhaube, der Tankdeckel, der Diffusor sowie die Verkleidung der Nebelschlussleuchten. Auch Teile der Motorraumverkleidung und die Hochdruckpumpendeckel konnten mit Karbonteilen ersetzt werden. Dabei haben wir gemäß unseres hohen Anspruches viel Zeit und Arbeit darauf verwendet, alle Teile in der originalen Form zu belassen, so dass kaum optische Veränderungen sichtbar werden. Angenehme Nebenwirkung dieser Strategie ist, dass hier Karbonteile eingesetzt werden, die auch an jedem anderen Ferrari 458 passen. Die größten veränderten Teile an der sichtbaren Karosserie sind der Diffusor am Heck und das vorher aus Kunststoff bestehende Abschlussblech am Übergang von der Heckscheibe zur Motorhaube. Darüber hinaus bieten beide Teile in Carbon eine beeindruckend frische Optik, die in der Hochglanzlackierung immer hochwertig aussieht. Dabei ist der Diffusor aus reinem Vollkarbon gefertigt, was besonders bei solchen Teilen nicht immer üblich ist. Mit deutlich unter zwei Kilogramm ist der großflächige Diffusor zu einem echten Leichtgewicht geworden.

Im technisch wirkenden matten Karbonlook präsentiert sich der Capristo Ferrari 458 Unterboden, der die Originalteile aus Kunststoff ersetzt. Die Unterbodenverkleidung in Vollkarbon bringt eine Gewichtsersparnis von knapp sieben Kilogramm und erfüllt dabei die gleichen Ansprüche wie die werksseitige Verkleidung. Auch hier gewährleisten wir selbstverständlich eine Fertigung mit den original Aufhängepunkten, um einen einfachen Austausch möglich zu machen. Formschlüssig zu allen anderen Teilen überzeugt auch die neue Unterbodenverkleidung mit der vollen Funktionalität. Dazu kommen dann die passend in Karbon matt gehaltenen Radhausverkleidungen für alle vier Räder. Auch hier lassen sich nochmals fast sieben Kilogramm im Vergleich zu den Originalteilen einsparen.

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