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Mit Förderung zum Elektroauto

BMW I8

Foto: sport-cars.de

SPORTcars 14.12.2016 - Insbesondere für die deutschen Automobilhersteller erscheint das Elektroauto anscheinend noch nicht markttauglich: In einem viel kritisierten Interview gab VW-Chef Matthias Müller indirekt den Kunden die Schuld dafür, dass der Marktanteil von Elektroautos derzeit noch so übersichtlich ist. Tatsächlich zeigt sich aber: Insbesondere wenn die Reichweite nicht die entscheidende Rolle spielt, hat das Elektroauto schon heute Vorteile. Durch das E-Auto-Paket der Bundesregierung dürfte sich die Entscheidung für die Elektromobilität auch wirtschaftlich künftig stärker lohnen. Welche Vorteile hat das E-Auto schon heute?

Schneller Spurt und robuste Technik: Das Elektroau

Ein besonderer Vorteil von Elektroautos kann nicht nur mit technischen Daten ausgedrückt, er muss im eigentlichen Wortsinne "erfahren" werden: Weil ein Elektromotor die volle Leistung bei sämtlichen Drehzahlen abgibt, steht bereits beim Start ein immenses Drehmoment zur Verfügung; auch auf ein Getriebe kann so verzichtet werden. Daraus ergibt sich ein beeindruckendes Beschleunigungsvermögen von Elektroautos, selbst wenn die Leistung nominell gering ist. Auch sonst kann der E-Motor begeistern: Vollkommen geräuschfrei und ohne lokale Emissionen werden fast 100 % der zugeführten Energie auch tatsächlich genutzt - im Vergleich zum konventionellen Verbrennungsmotor ist der Wirkungsgrad erheblich höher. Weiterhin ist die Lebensdauer von Elektromotoren hoch, der technische Aufwand äußerst gering. Dass Elektroautos allerdings immer noch deutlich teurer sind als ein vergleichbarer Wagen mit Otto- oder Dieselmotor hängt mit dem problematischen Stromspeicher zusammen. Der Akku limitiert die Reichweite der meisten Fahrzeuge derzeit noch auf 200 km und verursacht dabei auch hohe Kosten. Beides muss aber nicht in jedem Fall problematisch sein: Wer ein Elektroauto als Zweitfahrzeug sucht, um damit täglich zur Arbeitsstelle zu pendeln, ist mit dem E-Auto bestens bedient. Die Betriebskosten fallen geringer aus als beim Verbrenner, was insbesondere dann gilt, wenn eine der kostenlosen Ladestation genutzt werden kann oder der Strom selbst erzeugt wird.

E-Auto-Paket der Bundesregierung: 4.000 Euro

Die vergleichsweise hohen Kosten für die Anschaffung erscheinen weniger problematisch, wenn die Förderung im Rahmen des E-Auto-Paket vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Anspruch genommen wird. Für rein elektrisch betriebene Fahrzeuge zahlt die Bundesbehörde jedem Käufer derzeit 4.000 Euro, bei Plug-in-Hybriden sind es immerhin noch 3.000 Euro. Soll ein kleines Fahrzeug angeschafft werden, welches hauptsächlich zum Pendeln und für kürzere Strecken verwendet wird, erscheint das Elektroauto auf diesem Wege durchaus wirtschaftlich. Bereits um 20.000 Euro sind einige Fahrzeuge erhältlich, Mehrpreis gegenüber dem konventionellen verbrennen erscheint also durchaus moderat. Weiterhin muss beachtet werden, dass die Wartungskosten eher geringer ausfallen und auch eine Befreiung der Kfz-Steuer winkt. Damit die Rechnung allerdings aus finanzieller Sicht aufgeht, sollte in jedem Fall ein günstiger Autokredit in Anspruch genommen werden. Die Finanzierung eines neuen Fahrzeugs ist besonders günstig, weil das Kreditinstitut das Darlehen bei einem Zahlungsausfall durch den Verkauf des Autos tilgen kann. Wer die Angebote online einholt und vergleicht, kann besonders viel Geld sparen - und sich den Traum vom eigenen Elektroauto leicht finanzieren.